Eigentlich hätten wir den Titel auch zu unseren aktuellen Tipps des Monats April „Wunder gibt es immer wieder“ vorstellen können. Denn genau dort wo wir als Menschen nur Umstände sehen sieht Gott wunderbare Möglichkeiten zu wirken.
Er sucht sich einen Moslem aus. Aber nicht irgendeinen, einen Palästinenser. Nicht irgendwen. Den Sohn eines der Hamasgründer. Jemand der nach außen hin ein Terrorist zu sein scheint, nach innen hin als Spion für Israel (Shin Beth) arbeitet und irgendwo dazwischen die wichtigste Person in seinem Leben kennenlernt. Jemanden der nicht nur sein moralischer Kompass wird sondern auch Gefährte fürs Leben. Mosab Hassan Yousef lernt Jesus kennen.
Gott benutzt ihn durch aufregende Weise. Mosab erlebte Situationen die wir uns höchsten durch die Nachrichten vorstellen, aber nicht nachempfinden können. Er musste Entscheidungen treffen die ihn ständig zwischen seine persönlichen Fronten trafen. Trotzdem hebt Mosab nicht den Zeigefinger, noch verurteilt er jemanden. Er erzählt auf eine sehr respektvolle Weise ohne die Lage zu beschönigen. Objektiv und mir harten Fakten, Zahlen, Namen und Verbindungen unterstreicht er seine Aussagen (ohne aber dadurch andere zu gefährden).
Das Ende seines Agenten-Lebens läutete er mit einem Telefonat an die Shin Beth ein: „Wir führen ein Krieg, der nicht mit Verhaftung, Verhören und Hinrichtung zu gewinnen ist. Unsere Feinde sind die Gedanken[…].“
In seinem Nachwort sagt er an die Leserschaft: „Meine größte Hoffnung ist, dass ich durch meine Geschichte meinem eigenen Volk – palästinensiche Muslime, die seit Jahrhunderten von korrupten Regierungen ausgenutzt werden – zeigen kann, dass die Wahrheit sie frei machen kann.“
Während ich „Sohn der Hamas“ las, gab es einige Aussagen die schlicht und klar die Wahrheit ausgesagt haben. Das gefällt mir. Wie ist die Situation im Nahen Osten, wie empfinden die Palästinenser das? Und auch die krasse Tatsache dass ein Mensch der so stark im Nahost-Konflikt involviert war sich zu Jesus bekennt, ist allein für sich ein Grund zum Staunen. Ausserdem ist es zum Staunen, was alles in den vergangenen Jahren passiert ist, staunen wie Gott Mosab Hassan Yousef und seine Familie beschützt hat.
Wer schon „Ich kämpfte für Arafat“ und/oder „Saddams Geheimnisse“ gelesen hat, sollte den „Sohn der Hamas – mein Leben als Terrorist“ auf keinen Fall an sich vorbeiziehen lassen.
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