Archiv für die Kategorie ‘Bücher’

Gnade. Geschenkt!

Claudia am Mittwoch, den 1. September 2010

Gnade ist nicht nur ein WortEin ganzes Buch über Gnade – das konnte ich mir nicht vorstellen. Gibt es so viel zu sagen – hatte ich nicht schon genügend gehört und gelesen? NEIN.

Ich kann gar nicht genau schildern, wie der Autor sein Buch aufgebaut hat – das ist mir mittlerweile auch egal. Aber was ich sagen kann, es hat mich auf jeder Seite angesprochen und überführt. Wie eng und einseitig und auch falsch ist doch meine Vorstellung von Gottes Gnade bisher gewesen. Wie kurzsichtig meine Sicht und wie geprägt von unserem menschlichem Leistungsprinzip.

Jancey „übersetzt“ die Gleichnisse der Bibel in Geschichten der Gegenwart. Er fordert heraus, indem er unsere eigenen heimlichen Gedanken ausspricht und neben Gottes Gnade und Liebe stellt. Dabei wurde mir klar, dass ich Gottes Gnade eben noch nicht ganz verstanden habe.

Es geht bei Gottes Gnade in keiner Weise um „Lohn“ sondern um reine Geschenke.

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Integrität ist Gold wert

Claudia am Freitag, den 9. Juli 2010

Erfolgsfaktor IntegritätEgal wo wir hinschauen, wenn Vorbilder oder Führungskräfte in wichtigen Positionen versagen, dann hat dies Folgen für eine Vielzahl von Menschen. Betroffen sind meist ganze Betriebe, alle dazu gehörenden Familien und manchmal sogar Regionen oder Länder. Anhand einem eigenen persönlichem Beispiel zeigen die Autoren auf, dass die Wurzeln des Versagens oft in der eigenen Persönlichkeit liegen. Und es dabei nicht um einmalige Fehler oder Fehlentscheidungen geht.

Wo Integrität fehlt, da gehen Werte verloren, Aussagen sind nicht verlässlich, Versprechen werden nur vielleicht gehalten. Was daraus folgt ist Misstrauen und Unsicherheit.

Doch die Autoren bleiben hier nicht stehen, sie weisen einen Weg zurück aus dem Schlamassel hinein in ein authentisches und echtes Sein. Schritt für Schritt zeigen sie auf, wie es zu einer Wiederherstellung unsere Persönlichkeit, zu dem Original, wie Gott uns erdacht hat, kommen kann.

Ich persönlich fand es sehr herausfordernd mich meinen persönlichen Antreibern, Prägungen, Verletzungen und Erfahrungen zu stellen. Mein eigenes Wertesystem zu durchschauen und Wege zu suchen, die mich in ein echteres Sein führen.

Ein durch und durch sehr lebensnahes und gehaltvolles Buch.

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Sabbat

Claudia am Donnerstag, den 1. Juli 2010

Meine Reise zum LebenVor einigen Jahren hatten sich der Berater und TV-Moderator Rainer Wälde und seine Frau vorgenommen, eine Auszeit – ein Sabbatjahr – zu genehmigen. Und dieser Zeitpunkt kam gerade im richtigen Moment. Wenn er nicht selbst freiwillig diesen "Alltags-Stop" eingelegt hätte, dann hätte sein Körper die Notbremse für ihn gezogen.

Bei seinem Weg quer um die Welt und dann speziell nach Schottland geht er auf Spurensuche. An abgelegenen unwirtlichen Orten, macht er sich auf den Weg, Mönchen aus vergangener Zeit auf die Spur zu kommen.

Sie hatten sich durch ganz unterschiedliche Lebensumstände inspirieren lassen, ein ausgesondertes Leben zu leben. Das bis heute seine Kreise gezogen hat. Sie haben einen Lebensstil entwickelt, der uns heute durchaus anspricht und ergreift.

Diese Mönche hatten Gemeinschaften gründen, wachsen und vermehren lassen, die Wälde in ihrer Art das Leben eines Christen zu leben tief beeindrucken. Tief im Herzen berührt erkennt er, was ihm wirklich wichtig ist und was er in seinem neuen Alltag integrieren, mit hinein nehmen möchte.

Mir war es, als wäre ich selbst auf eine Reise gegangen. Die Fotos, die Lebensbilder nahmen mich mit auf den Weg. Auch ich wurde neu inspiriert, mein Alltag neu zu überdenken. Ich werde es sicherlich wieder in meinen nächsten Urlaub mitnehmen – denn da liest es sich am schönsten.

Ein grandioses außergewöhnliches Buch!

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Gott will Beziehung, keine scheinbar geistlichen Aktivitäten

David am Donnerstag, den 17. Juni 2010

Exzess - Meine zwei LebenIvan findet sich plötzlich in Basileia wieder – dem Königreich Gottes. Dort erlebt er Erschöpfung und Angst bei der Suche nach Gott. Die Situation spitzt sich immer mehr zu.

Ohne den zweiten Teil der Geschichte vorweg zu nehmen sei aber gesagt: Er findet das Herz Gottes auf eine ganz unerwartet andere Weise.

Dieses Buch hat mir neu bestätigt, dass der Weg zum Herzen Gottes viel einfacher ist, als wir es uns oft machen. Es hat mich sehr ermutigt, ganz neu darauf zu vertrauen, dass Gott es zutiefst gut mit mir und uns meint.

Der Autor erzählt eine Geschichte, die unter die Haut geht. Jeder findet sich wahrscheinlich wieder und jeder wird wahrscheinlich tief in seinem Herzen berührt. Ich glaube: Das ist die Stimme Gottes!

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Mitten im Exzess Gott begegnet

David am Mittwoch, den 9. Juni 2010

Exzess - Meine zwei LebenDario Pizzano ist DER angesagte Eventmanager in der Nähe von Göttingen. Nebenher aber auch Scheidungskind, alkohol- und drogenabhängig, Vater zweier Kinder von zwei Frauen, die beide nicht mehr bei ihm wohnen – und: Gott begegnet ihm aus „heiterem Himmel“.

In diesem Buch beschreibt Dario die Stationen seines Lebens aufrichtig und erschütternd. Durch geschickte und wohltuende Zeitsprünge sieht der Leser die abgrundtiefen Dramen aus der Gegenwart. Dies verstärkt die zutiefst positive Grundaussage des Buches.

Es hat mich sehr berührt, wie anfassbar die Geschichte ist. Es kam mir fast vor, als würde ich Dario persönlich kennen. (Zugegeben: Wir sind ja auch ungefähr gleich alt.)

Hier schreibt kein christlich-fromm-abgeklärter Mensch über sein böses „damals“. Die Geschichte spielt auch weder in einer amerikanischen noch in einer asiatischen Kultur. Nein, der Autor denkt, spricht und sündigt in Deutsch. Und genau dort erlebt er eine unvorhergesehene, unendlich kraftvolle Begegnung mit Gott.

Dieses Buch ist nicht nur zur eigenen Ermutigung. Es ist vor allem auch für die Generation der heute 30 – 40jährigen, die mit voller Geschwindigkeit, aber doch meist ziellos unterwegs sind. Bitte unbedingt verschenken. Du könntest Leben retten!

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Feuer für Afrika

Claudia am Freitag, den 4. Juni 2010

Im Feuer GottesKann man 700 Seiten verschlingen? – Ich kann!

Tief berührt las ich von einem Jungen, geboren kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Er erlebte Flucht, Unwissenheit über den Verbleib des Vaters, Flüchtlingslager, Armut.

Wurde von einer tief gläubigen Mutter erzogen. Und fühlte sich – als fünftes von sechs Kindern und jüngsten Sohn – in seinen ersten Lebensjahren als "Null“.

Doch Gott hatte und hat einiges mit ihm vor. In ihm war eine Sehnsucht nach Gott, seinem Heiligen Geist und dessen manifesten Wirken.

Schon in jungen Jahren war in ihm eine feste Zuversicht, dass er von Gott für Afrika berufen war. Und in diesem Glauben ging er Schritt vor Schritt voran. Obwohl nicht einmal sein eigener Vater anfangs an ihn glaubte. Einige Hindernisse und Schwierigkeiten legten sich ihm in den Weg legten. Doch er war sich immer über Gottes Willen für sein Leben klar bewusst.

Voller Hochspannung liest sich dieses Lebenszeugnis. Die Klarheit die in seinem Handeln lag und liegt. Kompromisslos lebt er seine Berufung und erlebt wie der eigene Glaube in der Herausforderung wächst. Wunder reiht sich an Wunder, obwohl er doch eigentlich "nur“ Afrika evangelisieren wollte.

Ich bin überwältigt von dieser Nähe zu Gottes Willen, dieser tiefen Zuversicht, dass Gott den Weg vorbereitet, den wir gehen sollen. Und dass alle menschlichen Möglichkeiten und weltliches Denken dabei völlig nebensächlich sind.

Ein absolutes Pflichtbuch!

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Muss “Mann” gelesen haben

Claudia am Mittwoch, den 26. Mai 2010

Der Sohn des SklavenmädchensEin reines Männerbuch – und da ich überhaupt nicht neugierig bin (so wie alle Frauen) habe ich auch nur kurz quer gelesen. Und entdeckte ein ehrliches, gerades Buch.

Was soll ich sagen – ich bin nicht „Mann“ und trotzdem denke ich, dass hier endlich mal ein heikles Thema deutlich und klar angesprochen wird. Neben ein paar persönliches Erfahrungen des Autors finden sich auch Erlebnissen anderer Männer.

Doch im Zentrum steht das Thema Pornografie – ganz sachlich und direkt. Ohne zu verharmlosen und zugleich ohne einen erhobenen Zeigefinger. Der Autor bringt die Problematik auf den Punkt, zeigt die Herausforderungen auf und bietet Lösungsmöglichkeiten an.

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Fackeln im Sturm – aber mit Tiefgang

Claudia am Mittwoch, den 19. Mai 2010

Der Sohn des SklavenmädchensDie Handlung spielt mitten im Krieg zwischen den Süd- und Nordstaaten Amerikas. Zwischen Reichtum und Armut, Einfluss und völliger Machtlosigkeit, schwarz und weiss, Liebe und Hass, Verlorensein und Glaube.

Und es geht um Freiheit. Den Kampf um Freiheit. Doch Freiheit beginnt im Herz. Was ist, wenn der Mensch die Freiheit erlangt. Doch das Herz durch Wut, Hass und Rache versklavt bleibt? Die Hauptpersonen sind eine sanfte Haussklavin und ein von Wut zerfressener Feldsklave. Beide erleben unendlich viel Leid als Sklaven. Doch obwohl die Not ähnlich schwer ist, reagieren beide so verschieden.

Es ist ein wirklich schön geschriebener Roman. Ich bin eingetaucht in das Amerika des 19. Jahrhunderts. Vor meinem inneren Auge sah ich herrliche Plantagen, stattliche Herrenhäuser aber auch grauenhafte Armut und schrecklicher Schmerz. Und hoffte und bangte mit, ob und wie sich die beiden Hauptpersonen lieben lernen würden.

Sehr lesenswert!

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Schwierige Stimmung – mitten in der Gemeinde?

Claudia am Mittwoch, den 5. Mai 2010

Das GemeindekarussellMissstimmungen abmildern, Notsituationen auffangen, Entscheidungen rechtfertigen und sich erklären – so oder so ähnlich, kommt Ihnen da etwas bekannt vor?

Irgendwie ist man in einer Rolle und weiss gar nicht wie man hinein, geschweige wieder heraus kommt.

Und in der Gemeinde, unter geisterfüllten, heiligen Christen, wo man das alles hinter sich lassen möchte – passiert genau das gleiche. Plötzlich erlebt man sich in vergleichbaren Abhängigkeiten.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Fiel mir doch so einiges an meinem Verhalten und auch an meinen Beziehungen in und außerhalb der Gemeinde auf. Ich bin noch immer sehr bewegt und werde einiges zum Umsetzen haben. Ein absolutes Pflichtbuch.

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Sohn der Hamas

Natasa am Mittwoch, den 28. April 2010

Sohn der Hamas Eigentlich hätten wir den Titel auch zu unseren aktuellen Tipps des Monats April „Wunder gibt es immer wieder“ vorstellen können. Denn genau dort wo wir als Menschen nur Umstände sehen sieht Gott wunderbare Möglichkeiten zu wirken.

Er sucht sich einen Moslem aus. Aber nicht irgendeinen, einen Palästinenser. Nicht irgendwen. Den Sohn eines der Hamasgründer. Jemand der nach außen hin ein Terrorist zu sein scheint, nach innen hin als Spion für Israel (Shin Beth) arbeitet und irgendwo dazwischen die wichtigste Person in seinem Leben kennenlernt. Jemanden der nicht nur sein moralischer Kompass wird sondern auch Gefährte fürs Leben. Mosab Hassan Yousef lernt Jesus kennen.

Gott benutzt ihn durch aufregende Weise. Mosab erlebte Situationen die wir uns höchsten durch die Nachrichten vorstellen, aber nicht nachempfinden können.  Er musste Entscheidungen treffen die ihn ständig zwischen seine persönlichen Fronten trafen. Trotzdem hebt Mosab nicht den Zeigefinger, noch verurteilt er jemanden. Er erzählt auf eine sehr respektvolle Weise ohne die Lage zu beschönigen. Objektiv und mir harten Fakten, Zahlen, Namen und Verbindungen unterstreicht er seine Aussagen (ohne aber dadurch andere zu gefährden).

Das Ende seines Agenten-Lebens läutete er mit einem Telefonat an die Shin Beth ein: „Wir führen ein Krieg, der nicht mit Verhaftung, Verhören und Hinrichtung zu gewinnen ist. Unsere Feinde sind die Gedanken[…].“

In seinem Nachwort sagt er an die Leserschaft: „Meine größte Hoffnung ist, dass ich durch meine Geschichte meinem eigenen Volk – palästinensiche Muslime, die seit Jahrhunderten von korrupten Regierungen ausgenutzt werden – zeigen kann, dass die Wahrheit sie frei machen kann.“

Während ich „Sohn der Hamas“ las, gab es einige Aussagen die schlicht und klar die Wahrheit ausgesagt haben. Das gefällt mir. Wie ist die Situation im Nahen Osten, wie empfinden die Palästinenser das? Und auch die krasse Tatsache dass ein Mensch der so stark im Nahost-Konflikt involviert war sich zu Jesus bekennt, ist allein für sich ein Grund zum Staunen. Ausserdem ist es zum Staunen, was alles in den vergangenen Jahren passiert ist, staunen wie Gott Mosab Hassan Yousef und seine Familie beschützt hat.

Wer schon „Ich kämpfte für Arafat“ und/oder „Saddams Geheimnisse“ gelesen hat, sollte den „Sohn der Hamas – mein Leben als Terrorist“ auf keinen Fall an sich vorbeiziehen lassen.

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